04.12.15, 08:39 – Ben: Scott Weiland ist tot.
05.12.15, 01:16 – Nico: Das ist schade. Ich höre gerade die sehr gute „Tiny Music“…
05.12.15, 01:22 – Nico: Ich bin ja echt jemand, der nicht wirklich weiß wohin mit sich, und überhaupt wohin mit etwas… Aber, was ich immer sehr, sehr lieben werde: „It’s A Wonderful Life“ von Sparklehorse. Dass ist sicher mit das Beste, was ich jemals gehört habe!!!
14.12.15, 09:22 – Ben: Ich glaube wenn ich es drauf anlegen würde, könnte ich in ein richtig tiefes Jazz Loch fallen.
17.12.15, 22:45 – Nico: Ich wünschte, ich könnte so eine Aussage treffen. Ich bin zwischen Blues, tatsächlich Noise (Health!) und z.B. „So“ von Peter Gabrial hin und her. Beim besten Willen ließe sich da kein roter Faden ziehen. In Richtung Jazz höre ich fast immer nur die gute, alte „Bitches Brew“ von Miles Davis. Jetzt gerade höre ich Wilco, die Neue: „Star Wars“ – wieder einmal sehr gut.
18.12.15, 00:50 – Nico Beinke: Dann hör‘ dir mal „The In Sound From Way Out!“ von den Beasties an. Das ist eine spitzen Mischung aus Dub und Jazz.
18.12.15, 12:44 – Ben: Also ich meinte damit auch eher, dass ich viele Jazz Sachen so cool finde, dass ich von Künstler A nach Künstler B gehen könnte und da viele Sachen entdecken würde, die ich sehr mag und noch überhaupt nicht kenne.
18.12.15, 12:51 – Nico: Ja, das hatte ich auch so verstanden.
06.01.16, 08:59 – Ben: Ich bin ja schon irgendwie auch in einem Elektronik-Hoch seit Aphex Twin’s Syro erschienen ist. Ich kann da zum Beispiel Actress „RIP“ oder James Place „Living on Superstition“ nennen.
06.01.16, 17:47 – Nico: Das Actress-Album habe ich mir vor einiger Zeit schon zugelegt, bin aber zugegebenermaßen nie so richtig damit warm geworden. James Place kenne ich leider gar nicht. In Sachen Elektro habe ich zuletzt viel Helena Hauff gehört.
07.01.16, 00:22 – Nico: Ich höre gerade das „RIP“ noch einmal – hast du nicht bei Twitter etc. mal geschrieben, es klänge wie richtig gute Dance-Music draußen vorm Club?!
07.01.16, 00:24 – Nico: Da ist ja was dran, und genau das macht es ja schon wieder interessant. Ich höre das Album gerade noch einmal sehr aufgeschlossen und hoffe, dass es mir mehr gefällt, als beim letzten Durchlauf.
07.01.16, 08:28 – Ben: Ja genau, es klingt als steht man draußen vor dem Club und hört durch die verschlossene Tür nachdem man schon stundenlang getanzt hat.
12.01.16, 01:12 – Nico: Ich mag im Moment sehr Health hören. Guter, alter Noise!
12.01.16, 01:14 – Nico: „Get Color“ von Health!
01.02.16, 07:53 – Ben: Mir ist Kurt Vile so sympathisch, Dir auch?
01.02.16, 14:21 – Nico: Habe ich mir noch nie so wirklich Gedanken drüber gemacht. Wie kommst du drauf?
01.02.16, 14:22 – Ben: Weil ich den so gerne höre und der sich selbst so unernst nimmt und trotzdem ernste Musik macht. Das ist für mich Größe. Was tolles machen aber bescheiden bleiben.
01.02.16, 14:28 – Nico: Nachvollziehbar! Ich habe im Sommer The War On Drugs live gesehen und die waren wirklich extrem unsympathisch. Kurt Vile und The War On Drugs bekomme ich so gar nicht mehr zusammen.
01.02.16, 14:29 – Ben: Schade, weil ich The War on Drugs sehr sehr mag. Jeder hat wohl mal seinen schlechten Tag.
01.02.16, 14:31 – Nico: Stört mich eigentlich auch gar nicht so sehr. Aber die Band hat ihre Roadies schlecht behandelt, was ich dann wieder überhaupt nicht ok finde.

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At the Drive-In’s „Arcarsenal“ habe ich mal attestiert, mich aus dem Koma ins Leben erwecken zu können. Das war auch hier im Weblog, glaube ich. Ich bin immer noch dieser Meinung, da mich dieser aufgeregte Zappelcore und Mix aus verqueren Melodien, die einzeln gespielt keinen Sinn ergeben würden, immer noch sehr anmacht. Ich halte generell viel von dem Album, da es sehr texturell produziert ist und so komplex aufgebaut, dass es kaum langweilig werden kann. Ich mag auch, dass ich an diesem Album lange arbeiten musste, bis ich es mochte. „Arcarsenal“ wird so schnell nicht vom Smartphone verschwinden. 

Ich will wieder wichtige Dinge posten. Seit Bestehen dieses Weblogs hat sich die ganze Szene total verändert. Aus dem Underground-Ding des damals user generated content ist das Leitmedium geworden. Darin wird eine Sache dringlich wichtig: was passiert eigentlich, wenn das Volk wirklich die Stimme bekommt, die die Befreier desselben seit Jahrhunderten fordern? Eine Verrohung setzt ein, sagen jetzt einige. Deswegen müssen mehr Stimmen mit größerer Eigenverantwortung sprechen. Kann ich das? 

Durch den Sprung vom Hardrock, Metal und Death Metal zum Grunge, Indie Rock und Alternative Rock änderte sich ab 1991-1993 einiges in meinem Leben. Damals dachte ich, ich müsste der ganzen Proleten Musik abschwören. Nachdem ich dann verstanden hatte, dass das nicht so eindimensional und analog funktioniert, konnte ich mich wieder zum Death Metal hingezogen fühlen und voller Lust all das hören, was ich als 14-15 jähriger so geliebt hatte. Hier also Morbid Angel, die mit „Blessed are the Sick“ ein wundervoll trocken produziertes  vertracktes Death Metal Album aufgenommen haben.

Als ersten Eintrag meiner neuen Kategorie „The 1000 tracks of my iPhone playlist“ wähle ich Radiohead „Codex“ vollkommen ohne speziellen Zusammenhang. Der ergibt sich vielleicht doch, wenn man sich anschaut, dass ich für „The King of Limbs“ als Album eine Weile länger als für die anderen Alben brauchte und mich ein wenig scheue, mir jetzt „A Moon Shaped Pool“ anzuhören. Zu „The King of Limbs“ entwickelte ich irgendwann die spezielle Beziehung, die Radiohead eben von Album zu Album entwickeln. Die Tiefen der Songstrukturen ergeben sich dort eben erst nach mehrmaligem Hören. So auch bei „Codex“, der durch seine Stille und Sparsamkeit im Lärm während des Unterwegs-Hörens erst einmal untergeht. Getragen von Beat, Bass, Stimme und ein paar schönen Klängen entwickelt der Song aber nach kurzer Zeit eine starke Sogkraft: Man segelt auf dem Song irgendwie wie aufs Meer hinaus, eingelullt in einen Schlafgesang. Spärlich und doch atmosphärisch sehr dicht skippe ich diesen Track selten weiter, auch wenn ich unterwegs bin und da eher lautere Songs zünden.