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Archiv für den Monat Februar 2003

Der gute alte Dialog… inzwischen ersetzt durch E-Mails, SMS, Weblogs, Telefonate und früher auch durch echte Briefe…
aber der gute alte Dialog ist durch nichts zu ersetzen, ansonsten gibt es nur Missverständnisse und der eine ist auf den anderen sauer.

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Wenn man dieses Wort Mitgefühl mal so richtig auseinander nimmt, entdeckt man eine sehr wunderschöne weil seltene Sache. Mitfühlen. Sie fühlt mit. Zusammen mit mir in der Sache, dir mir Freude macht oder auch Sorgen. Ein Mitgefühl, ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Ich will mich nicht für eine Frau verändern. Ich will mich nicht für sie verstellen, ich will einfach so bleiben wie ich bin. Und zu diesem Sein gehört alles. Es gibt kein schlecht drauf, gut drauf.
Ich möchte mal wissen wer diesen saudummen Satz geprägt hat: Gegensätze ziehen sich an. So ein Schwachsinn!
Ja, okay, sie ziehen sich an. Doch was kommt danach, wenn sie beieinander sind? Dann ist nichts. Es gibt einen großen Knall, wenn Gegensätze zusammenstoßen und dann ist alles ruhig.

Es tut verdammt weh, von Leuten, denen man mal sehr vertraut hat, und die man mal richtig gern hatte, plötzlich richtig üble Nachrichten und Texte zu bekommen, die gar nicht mehr die Chance lassen, irgendeine sinnvolle Antwort zu geben, ohne selber gemein zu werden. Man steht da, ist sprachlos und kann gar nicht verstehen, wie sich Vertrautheit und Zuneigung plötzlich in das absolut Gegesätzliche verwandelt haben.

Jetzt reicht es mir aber langsam mit: die sieht gut aus, die sieht scheiße aus… Für mich steht fest, dass erst die Worte, die eine Frau sagt, sie wirklich schön macht.
Bei anderen hat man ne Weile was zu gucken und was zum Vorzeigen, aber ach… ich will nicht mehr diese dämlichen Spielchen spielen… wie sagt Danny Glover alias Roger Murtaugh in Lethal Weapon I – IV?
„Ich bin zu alt für diesen Scheiß.“

Komme gerade aus dem Jovel in Münster wieder, dort trat heute Helge Schneider mit Pete York und Jimmy Woody auf, und es war – vorsichtig gesagt – genial!!! 140 Minuten dauerte der Auftritt, bis auf Pflaumenbaum, Katzeklo und der Zugabe alles neue Stücke und ein Mistgelaber dazwischen, dass sich die 1500 Zuschauer gebogen haben vor Lachen, ohne Pause. Und man merkt, dass Helge den Leuten den Jazz näherbringen will; sowohl Pete York (Schlagzeug) als auch Jimmy Woody (Standbass) hatten ihre Soloeinlagen, die allesamt genial waren. Helge ist auf seinen Instrumenten die Versiertheit in Person, und dabei griff er heute auch nur einmal zur Gitarre, einmal zum Banjo und saß sonst am Flügel.
Das Publikum war sehr gemischt, außergewöhnlich viele junge Leute.
Man muss diesen Mann ernst nehmen, absolut, er ist ein Künstler.