Das Gesetz der Scheißtage

Am Telefon erzählte mir soeben ein Kumpel, dass er einen furchtbar beschissenen Tag hinter sich hat; so einen Tag, an dem man vor Wände laufen will oder wahlweise von Brücken springen. Zuerst musste er eine – wie er es formulierte – Rechtfertigungsmistkacke hinter sich bringen, danach sah er eine verflossene Liebe aus dem Auto heraus, und in dem Moment, als er die Hand zum Gruße erhob, schaute sie in eine andere Richtung, und dann musste er Unkraut jäten.
Als Ausgleich begab er sich in eine Videothek, um sich für heute abend zwei Filme auszuleihen. Ich hatte jetzt Thriller oder Brutalo-Hau-drauf Filme erwartet, doch was leiht er sich aus? „Hennen rennen“ und „Das Große Krabbeln“. Im Nachhinein scheint das aber eigentlich der perfekte Ausgleich zu so einem Tag zu sein.
Zum Schluss zogen wir beide eine Bilanz des Tages, kamen dabei beide auf drei Neurosen, zwei Psychosen und ein nettes Trauma und erfanden einen Versprecher: das sind ja neurosige Aussichten. Danke.

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