Spiel doch mal was bekanntes

Für mich hat es wohl nie etwas Schlimmeres gegeben, als mit einer Gitarre zufällig in eine größere Gruppe zu geraten, und manchmal passiert das eben, wenn man die Gitarre irgendwohin mitgenommen hat, oder Leute im Proberaum zu Besuch sind. Klassisch natürlich früher, wenn man sie mit auf Klassenfahrten nahm, um für sich etwas Ruhe zu finden oder zu üben.
Früher oder später kommt nämlich der alles entscheidende Todesstoß-Satz: „Spiel doch mal was.“ Es gibt Gitarristen, die können dann endlich durch darauf folgendes Gedudel Befriedigung erlangen; ich habe immer gesagt: „Jetzt passt es doch gerade nicht in diese Runde“, oder etwas ähnliches.
Es gibt diesen Satz in einer noch schlimmeren Abwandlung, da lautet er: „Spiel doch mal was bekanntes!“ Ich schaute dann immer etwas verlegen, druckst ein bisschen herum und sagte: „Am liebsten spiel ich eigene Sachen.“ Natürlich muss man damit rechnen, dass danach alle Beteiligten denken, dass man eh nichts drauf hat, was mir persönlich aber immer ziemlich egal war.

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