The Mars Volta im Schlachthof, Hamburg

Wie gerne würde ich jetzt schreiben, dass unsere Aktion, gestern Nachmittag mal schnell nach Hamburg (250 km mit Umweg über Hannover, um einen Freund abzuholen) zu fahren, etwas gebracht hat, doch das Konzert war schon ausverkauft und auch vor dem Schlachthof bekamen wir keine Karten mehr, weil schon ca. 150 andere Leute dort standen und Karten haben wollten.
Diese Aktion kam allerdings auch nur zustande, weil alle drei Beteiligten die letztendlich nach Hamburg fuhren, sprich: A., G. und ich, sich in einer emotionalen Notlage befanden und aus der Bude raus mussten. Alle drei saßen wir im Auto und wollten einfach weg, weg, weg.
So besorgte sich A. noch schnell eine Vertretung, weil er eigentlich abends hätte arbeiten müssen, und dann fuhren A. und ich nach Hannover und holten G. dort von der Medizinischen Hochschule ab. Danach dann über die A7 Richtung Hamburg. G. hatte noch beim Kartenvorverkauf angerufen und in Erfahrung gebracht, dass das Konzert ausverkauft sei und er schon der 190. Anrufer an dem Tag gewesen wäre. Aber auch das hielt uns nicht ab. Den Weg zum Schlachthof fanden wir ohne Beschreibung und ohne Umweg, den wussten wir noch vom Mogwai Konzert.
Wir kamen um ca. 19:30 Uhr am Schlachthof an und sahen, dass dort schon einige Leute vor dem Eingang standen. Wir fingen dann gleich damit an, zu fragen ob noch jemand Karten verkaufen würde, doch die meisten sagten uns, dass sie selber Karten suchen würden. Und bei uns war es noch schwieriger, weil wir 3 Karten brauchten. Wir bekamen zwischendurch mit, dass einzelne Karten verkauft wurden, aber mehr als eine Karte hatte niemand zum verkaufen dabei. Um 21:00 Uhr war Einlass und ab da war es klar, dass wir keine Karten mehr bekommen würden. Bis dann hatten wir zwei andere Typen getroffen, die Karten suchten, Jonas und Sören, und mit denen standen wir dann noch bis 22:00 Uhr vor dem Schlachthof, bis The Mars Volta dann anfingen zu spielen. Das erste Stück („Roulette Dares“) hörten wir uns dann noch komplett an (das waren 20 Minuten!), und bei „Drunkship Of Lanterns“ danach fuhren wir dann wieder nach Hause. Um 2:00 Uhr lag ich dann im Bett und hatte den Tag glücklicherweise hinter mich gebracht.

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