Spillsbury im Indiego Glocksee, Hannover.

Jetzt kann ich den Sommer hinter mir lassen. Mein Sommeralbum war „Raus“ von Spillsbury und ihr Konzert gestern war ein perfekter Abschluss zum Sommer. Allerdings frage ich mich, warum es zu ihren Konzerten nicht mehr Leute zieht. Weil ihre Tour so groß ist? Weil die Leute denken, zwei Menschen auf der Bühne und die Beats aus der Konserve sind zu langweilig? Selten habe ich eine Band gesehen, die bei so wenig Leuten im Publikum so sehr abgeht. Und selten habe ich so wenig Leute gesehen, die zu der Musik auf der Bühne so sehr abgehen. Angefangen haben „Langstreckenläufer“ aus Hamburg, deren Songs eine seltsame Uneinheit darstellten. Ich habe das Gefühl, die können sich nicht so richtig entscheiden, was sie machen wollen. Und sie sollten die Frau nicht mehr singen lassen. Aber Lied 2 und Lied 3 waren richtig gut.
Um ca. 23 Uhr 30 fingen Spillsbury dann an mit „Zwei Sekunden“. Zum Glück waren sie ein bisschen lauter als die Vorband, interessant war, dass Tobias seinen Bass über einen Marshall Amp laufen lässt und alles andere aus einer kleinen Schublade kommt, auf der sein Verstärker steht. Wenn man die Songs kennt und liebt, dann kann man von der Platte darauf schließen, wie das alles live klingen könnte und Spillsbury haben alle Erwartungen absolut erfüllt. Wenn man die beiden vor dem Konzert so durch die Räumlichkeiten laufen sieht, dann denkt man nicht, dass sie auf der Bühne so eine Energie entwickeln und so aus sich herausgehen. Aber wie sie es tun… Man merkt einfach, dass sie die Songs selber immer noch total geil finden.
Sie spielten bis auf „Schlagziele“ und „Das Spiel ist aus“ alles vom Album, gingen dann von der Bühne, kamen auf das Gejubel noch mal wieder und spielten dann „Schlagziele“ und ein neues Stück, das „1, 2, 3“ heißt, gingen wieder von der Bühne, wurden noch mal zurück gerufen und spielten „Das Spiel ist aus“, gingen wieder runter, wurden noch einmal zurück gerufen und spielten noch einmal „Jona“, was Tobias mit „Wir ham ja nicht mehr…“ kommentierte, gingen wieder runter und wurden dann ein letztes Mal auf die Bühne gerufen und spielten noch einmal „Schlagziele“. Sie schienen absolut glücklich zu sein, spielen zu dürfen, sie schienen kein bisschen verärgert, dass so wenig Leute da waren… Es war ein wundervolles Konzert und man hat das Gefühl, selbst wenn man sich wenig bewegt hat, Blessuren davongetragen zu haben.

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