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Archiv für den Monat Dezember 2003

My mind is blank und deshalb hier nur die TOP 10 Alben des Jahres und die TOP 5 Konzerte des Jahres (beides in keiner bestimmten Reihenfolge)

Radiohead „Hail to the thief“
Mogwai “Happy songs for happy people”
The Mars Volta “De-loused in the comatorium”
Spillsbury “Raus”
The Silver Mt. Zion Orchestra and Tra-La-La Band with Choir “This is our punk-rock…”
Giardini Di Miro “Punk not diet”
Styrofoam “I am what is there to show that something is missing”
Apparat “Duplex”
Lawrence “The absence of blight”
Do Make Say Think “Winter hymn country hymn secret hymn”

Console und Turner im Forum Bielefeld
Do Make Say Think und Berg Sans Nipple im Knust in Hamburg
Giardini Di Miro im Café Glocksee, Hannover
Mogwai und Partchimp im Knust in Hamburg
Woven Hand im Forum, Bielefeld

Es ist ziemlich windig hier oben, aber ich habe mich eigentlich warm angezogen, nur Handschuhe habe ich natürlich nicht dabei. Es ist ja auch kein Spaziergang, den ich machen wollte; als ich unten stand, habe ich ja gesehen wie weit es bis nach oben ist, trotzdem wusste ich ganz genau was ich wollte. Vor mir sind schwarze Steine und die haben scharfe Kanten und meine Hände sind ganz rissig und sie bluten und außerdem sind sie schon ganz taub geworden, ich spüre schon fast gar nicht mehr, wo ich hingreife. Auch Erde, die um die Steine herum liegt, löst sich und rieselt manchmal in meine Augen. Dann blinzele ich, halte mich nur noch mit einer Hand fest und reibe mit der anderen in meinen Augen herum. Meine langen Haare wehen mir um mein Gesicht und versperren mir immer häufiger die Sicht. Und trotzdem habe ich jetzt schon öfter gemerkt, dass sie mich auch wärmen. Mein Atem geht stoßweise, aber ich spüre noch nicht, dass ich unbedingt eine Pause brächte. Ich klettere immer weiter hoch, langsam, aber ich komme höher, und der Gipfel, die Kuppe scheint immer näher zu kommen. Manchmal denke ich daran, dass ein Stein sich lösen könnte und ich rückwärts bis nach unten falle, doch jedes Mal wenn ich zupacke und ein Stein locker ist, greife ich in aller Ruhe nach einem anderen Stein, ich weiß ganz genau, dass ich nicht zurück will. Und auf einmal sehe ich mich selber an dieser Felswand hochklettern und es schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht, dass man vielleicht eher in einem tiefen ruhigen Schlaf erwarten würde, dieses Lächeln wird immer breiter und meine Griffe werden fester und sicherer und es macht plötzlich einen Heidenspaß allem Gegenwind zu trotzen und an keine lockeren Steine zu denken und immer höher zu klettern, weil man weiß, dass man oben ankommt.

Heute Nachtmittag habe ich geträumt, dass A. und ich mit in meinem Auto auf einer Bundesstraße über ein Gebirge fuhr. Die Bundesstraße war in meinem Traum allerdings viel breiter als sie es in Wirklichkeit ist, so wie eine Autobahn. A. war besorgt wegen meines Fahrstils und wohl wegen seiner Sicherheit, denn ich war angeschlagen. Ich weiß nicht, ob ich betrunken war oder krank, auf jeden Fall total benebelt und fahruntüchtig. Ich fuhr bei jedem Auto total dicht auf, unternahm waghalsige Überholmanöver und fuhr viel zu schnell. Im Traum änderte sich das Ganze plötzlich so, dass A. und ich auf Fahrrädern saßen und fast schon auf der Spitze des Gebirges waren (das hab ich schon öfters geträumt). Als wir ganz oben waren, machten wir Rast und es gab auch so eine Art Kiosk, an dem ein Mädchen Süßigkeiten, Getränke und Snacks verkaufte. A. aß ein Schinken-Käse-Sandwich und ich trank eine Cola. Als wir noch mal zu dem Kiosk wollten, um etwas für die Fahrt mitzunehmen, hatte der allerdings zu. A. fragte mich plötzlich: „Sag mal, wie sieht T. eigentlich noch mal aus?“ Ich beschrieb T. dann: sehr groß, immer langer schwarzer Mantel und lange rote Haare. „Ich hab ihn schon lange nicht mehr gesehen“, sagte A. daraufhin.

Im darauffolgendem Traum träumte ich wieder, dass der Fahrstuhl in meinem Haus böse wird. Er fuhr immer auf Etagen, die ich gar nicht gedrückt hatte, und ich hatte das Gefühl, dass er mich umbringen will. Einmal schaffte er es, mich zu betäuben, ich fuhr mit ihm hoch und wurde plötzlich ganz müde und merkte, wie ich ohnmächtig werde. Als ich erwachte, hatte der Fahrstuhl in der 6. Etage gehalten und vor der Tür standen Leute, die mich anschauten, weil ich im Fahrstuhl auf dem Boden lag. Unter den Leuten war ein Italiener, den ich im wirklichen Leben nicht kenne, von dem ich im Traum aber wusste, dass er mein Freund ist. Ich trat aus der Tür heraus und erklärte der versammelten Menge: „Alles okay, ich habe ein chronische Kopfschmerzkrankheit und muss immer so Hammertabletten nehmen und bin deswegen ohnmächtig geworden.“ Meinen Freund bat ich hinein und erklärte ihm, als wir runterfuhren: „Der Fahrstuhl hat wieder versucht mich umzubringen.“ Und schon wieder fuhr der Fahrstuhl mit uns beiden nicht dahin, wo wir gedrückt hatten. Er fuhr komplett aus dem Haus heraus, wand sich in eine längere Form und war zu einer Straßenbahn geworden. Ich sagte zu meinem Freund: „Siehst du, das ist doch nicht normal.“ Wir fuhren durch eine Landschaft, in der gerade der Schnee von der Sonne schmolz.

Gestern wurde ich von einer Erinnerung an letzte Weihnachten überrascht. Wir fuhren in unsere Stammdisco, gingen hinein und die Innenräume waren mit Lichterketten geschmückt. Ich ging in den Tanzraum und schaute auf die Theke am hinteren Ende des Raumes und da fiel mir ein, dass F. und ich letztes Jahr dort einen Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Als er noch DJ im *Name* war. Als es den schönen Headful of Rock Samstag noch gab. Niemand wollte sich im letzten Jahr um die Weihnachtsdeko kümmern, F. und mir lag der *Name* und der Headful of Rock Samstag sehr am Herzen, so dass wir etwas machen wollten. N. organisierte einen Baum, wir organisierten Lichterketten und Schmuck und verbrachten einen Abend damit, in der leeren Disco (das war wirklich ein komisches Gefühl – es war ganz leise und normal beleuchtet) den Baum aufzustellen. D. war so begeistert davon, dass sie den Baum die ganzen Weihnachtstage dort stehen ließ.

Heute bin ich endlich bei Weihnachten angekommen. Einige Gegebenheiten sind erfüllt worden, denke ich. Ich habe ein Geschenk verschickt, Handschuhe angezogen und dann Schnee von meinem Auto gewischt, ich habe an vielen Häusern Lichterketten gesehen, ich habe bei einem Weihnachtslied die Melodie mitgepfiffen, ich habe einen Weihnachtsbaum gekauft und aufgestellt, und ich habe an mehreren Orten „Last Christmas“ von Wham gehört.