Jesus rettet meinen Arsch

Aufgrund von 2 Stunden Schlaf entwirft mein Kopf heut lustige Spielchen den ganzen Tag und so ergänzt mein Gehirn heute den Spruch „Jesus Rettet“, den ich auf der Rückscheibe eines vor mir fahrenden Kombis sehe, mit den Worten „meinen Arsch“. Kurz darauf komme ich in *Arbeitsstadt* durch eine Straße, in der ich eine lange Tradition einer hier ansässigen Privatbrauerei ausgeübt sehe. Die liefern nämlich ihr Bier, das in die Restaurants und Kneipen der Stadt kommt, mit einer Kutsche. Vor die Kutsche sind zwei sehr alte Pferde gespannt, die ein überdimensionales Bierfass ziehen, in dem die Kisten und Fässer gebunkert sind. Jedes Mal wenn ich diese Bierkutsche (so steht es auf dem Fass) sehe, entstehen in mir solche Aggressionen, das ich den Kutscher vom Bock runterziehen und ihm den Hals umdrehen möchte – obwohl der ja wahrscheinlich gar nichts dafür kann. Diese Tradition – die Pferde das Bier (das zudem auch noch scheiße schmeckt) ziehen zu lassen – erscheint mir die Krone der Spießigkeit in dieser Gegend zu sein. Und so denke ich weiter: Jesus wird mir vielleicht irgendwann den Arsch retten, aber ich wünschte er würde vorher den Pferdchen den Arsch retten.

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