Unsterblichkeit

Wir als Menschen machen die Menschen in unserer Umgebung unsterblich. Das geschieht auf verschiedene Art und Weise, und wenn diese Menschen dann doch sterben, dann äußert sich ihre Unsterblichkeit in verschiedener Art und Weise. Besonders bemerkenswert ist der Glaube, dass Menschen in der näheren Umgebung kein Unglück passieren kann. Rede ich mit X, und X steigt daraufhin ins Auto und verunglückt, so ist das unmöglich, der Verstand weigert sich, das zu glauben. Die Sirenen, die Menschen die plötzlich auftauchen können nicht zu einer Person gehören, mit der man vor einer halben Stunden noch gesprochen hat.
Mit steigendem Lebensalter lullt man sich immer mehr in einen Rhythmus ein, der den Tod unbegreiflicher werden lässt. Man sieht X am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag der einen Woche, dann sieht man X auch am Montag, Dienstag usw. der folgenden Woche. Steigt X in sein Auto und fährt nach Hause, so erwartet man, dass X am nächsten Tag von zuhause anruft und irgendwas erzählt. Mit steigender Unbegreiflichkeit des Todes je älter man wird, sinkt die Ausübung der Trauer nach einem Todesfall. Erstaunlicherweise ändert sich das noch einmal in hohem Alter. In meiner Umgebung ist niemand gestorben, ich habe mir nur Gedanken gemacht.

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