Archiv

Archiv für den Monat April 2004

Bei der gestrigen Probe kamen F., A. und ich bei einem Freund von F. zusammen, um dort unsere Stücke aufzunehmen. Den Namen des Freundes habe ich vergessen. Wenn ich sage: unsere Stücke aufnehmen, dann meine ich: die Stücke spielen, die noch gar nicht fertig sind.
Den Sinn dieses ganzen Unterfangens (also diese unsere Band und so) verstehe ich nicht mehr so ganz. Es ist ganz offensichtlich, dass alle Beteiligten wenig Zeit zu haben scheinen. F. hat ungefähr 1000000 Bekannte mit denen er sich andauernd trifft, A. ist 40 km weiter weg gezogen und hat angefangen zu studieren, und ich schaue von links nach rechts (und ziehe vielleicht auch demnächst in ein anderes Bundesland). Wenn wir zusammen spielen, entsteht recht schnell eine sehr gute Dynamik, und fallen lassen können sich alle in der Band. Zum Aufwärmen spielten alle etwas auf eine Basslinie von mir, und ruckzuck klangen wir wie ein Dianogah-Klon. Danach versuchten wir Miami, was krankte, danach Untitled 1 und dann noch Untitled 2. Die Lieder haben allesamt so zu 50% geklappt, die Aufnahmen waren allerdings absolut super. Die Qualität ist hinreißend. Hätten wird das doch damals… aber ich kotze schweife ab.

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Erst hier, dann hier und dann da.

Turn your MP3 player on random and list the first 15 tracks it plays (regardless of how embarrassing they may be).

Conway Twitty zieh mit mir – Bohren & Der Club of Gore
Black/Rich tune – Will Oldham
Draußen auf Kaution – Blumfeld
On the old mountain radio – Múm
Easy – Salvatore
At the mercury of the mustang – Dianogah
Platform blues – Pavement
Ce matin la – Air
Cerro largo – Apparat
Hands – Four Tet
Things never shared – Doug Martsch
You will miss me when I burn – Palace Brothers
4th of July – Soundgarden
Seal beach – The Album Leaf
I see a darkness (live) – Bonnie Prince Billy

[Ich schwöre: das erste Mal, dass keine peinlichen Songs dabei waren!]

Es wird Schüler geben, die dieses Tier hassen werden. Der Lehrer, der es vor 30 Jahren als ungewöhnliches Maskottchen mitbrachte, geht jetzt weg, hinterlässt ein anderes Wissen bei einem anderen Lehrer, und hofft daheim auf seinem Cordsessel, dass sein Anderssein Bestand hat. Doch gegen seine Träume gibt es jetzt Jungen, die nachts daran denken, das Tier zu töten, es gegen das Unvermögen in ihnen selbst zu stellen, und sie schmieden Pläne. Und sie gehen dann aber von der Schule heim, und feiern auf der Schule Feste, dann werden sie alt und träumen auch vom Anderssein und zählen endlich 2 und 2 zusammen.
Dann wird Frau M. bald sterben. Sie stagerte vor mir her, ein Gerüst aus Knochen, zum Abriss bereit. Ich sehe sie vor mir durch den Bunsenbrenner auf meinem Tisch, wie sie die Vorhänge vor ihre Augen zog, als die anderen einfach aufstanden und zum Kiosk gingen, während sie das vermitteln wollte, was sie gelernt hatte. Wir alle haben dazu beigetragen, dass sie jetzt bald sterben wird. Ihr Sohn windet sich unter Spasmen und schlägt sich mit seinem Vater. Meine rechte Hand wandert durch die Flamme des Bunsenbrenners, und mein Kopf ist auf meine linke Hand gestützt. Ich warte.