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Archiv für den Monat Mai 2004

Küchen-Reise ist eine Sendung heute auf NDR gewesen. Es werden verschiedene Küchen gezeigt. U.a. auch eine Wohngemeinschaftsküche. Von vornherein ist diese Küche so dermaßen bio, dass es mir hochkommt. Als einer der drei Bewohner sagt: „In Indien habe ich aufgehört Fleisch zu essen“, schalte ich weiter. Auf dem Rückweg komme ich wieder am NDR vorbei und sehe, wie die WG-Bewohner zusammen mit Besuch Musik auf Bongo-Trommeln und einem Didgeridoo machen. Da schalte ich den Fernseher aus.

Gemäß der Natur wollt ihr leben? Oh ihr edlen Stoiker, welche Betrügerei der Worte! Denkt euch ein Wesen, wie es die Natur ist, verschwenderisch ohne Maß, gleichgültig ohne Maß, ohne Absichten und Rücksichten, ohne Erbarmen und Gerechtigkeit, fruchtbar und öde und ungewiß zugleich, denkt euch die Indifferenz als Macht – wie könntet ihr gemäß dieser Indifferenz leben? Leben – ist das nicht gerade ein Anders – sein – wollen, als diese Natur ist?

aus „Jenseits von Gut und Böse“.

Heute Nachmittag habe ich geträumt, dass ich eine Gruselkurzgeschichte namens „Das Treppenhaus“ mitgespielt habe. Ich stand mit meinem Bruder in meinem alten Haus unten am Fahrstuhl und wir beide warteten, dass er kommen würde. Bei uns war eine dritte Person, die sah aus wie der Tramper, den ich letztens mitgenommen habe. Jeansjacke, lange Haare, ein bisschen pennerhaft. Der Fahrstuhl kam und kam erst nicht, irgendwann erlosch das Licht am Knopf, wo man den Fahrstuhl ruft, ein Zeichen, dass er da ist, doch ich sagte zu meinem Bruder: „Vorsicht, das ist eine Falle.“ Er öffnete die Tür und da war nur der blanke Fahrstuhlschacht, aber kein Fahrstuhl. Daraufhin beschlossen wir, dass wir über die Treppen gehen würden, was in mir ein mulmiges Gefühl erzeugte, da ich ja wusste, dass wir in einer Gruselgeschichte gefangen waren. Wir fingen an die Treppen hochzugehen und in der Mitte schwebte plötzlich ein Gespenst auf uns zu, das sah aus wie ein Cowboy ohne Beine, mit langen Armen. Es sah also ziemlich bescheuert aus. Wir alle drei fingen gleichzeitig an die Treppen wieder runterzulaufen, das Gespenst war uns dicht auf den Fersen. Mein Bruder und „der Tramper“ waren hinter mir, doch ich merkte, dass das Gespenst mich fangen wollte und nicht die anderen. Da dachte ich: das könnte der Plot dieser Gruselgeschichte sein. Ich bin zwar der erste beim Flüchten, doch das Gespenst kriegt mich trotzdem.