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Archiv für den Monat Februar 2005

Da es sonst nicht viel weblogmäßiges zu berichten gibt, bleibt zu sagen, dass die legendären und grossartigen Slint die für mich einzig wichtige Reunion ins Leben gerufen haben.

Slint was formed in the late eighties and has released two critically acclaimed albums that, to this day, are unrivaled in their intensity and beauty. TWEEZ, Slint’s first record, was originally released on the Jennifer Hartman Records label in 1988 and re-issued by Touch and Go in May of 1993. SPIDERLAND, number two for the band and the first released by Touch and Go, saw daylight in April of 1991. Both records have gone on to become highly successful and seem to increase in popularity with each passing week.
1994 saw the release of an untitled single. It contains a new version of „rhoda“ taken from the Tweez album and one previously unheard song which mirrors more the beauty of Spiderland. Whether or not this single acts as fitting homage signalling the end of Slint, or lights the way for a new era, is open to interpretation.

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In einem namhaften aber inzwischen verschrienen Discounter auf der Suche nach Discount-Toasties vor einem Regal stehend, leicht runtergebeugt, nicht wirklich wahrnehmend auf die Produkte starrend, in einem für diesen Tag viel zu warmen und viel zu grünem Parka (Parka Lewis, where are you?), die Arme wie tot links und rechts an mir herabhängend, kurz vorher noch die Gänge entlang schlurfend, weiter davor die Hände am Lenkrad eines sterbenden Autos haltend, noch weiter davor an einem Schreibtisch eines sterbenden Betriebs sitzend, jetzt aber den Tag langsam abstreifend, wurde mir klar, dass einige Jahre ins Land gezogen waren.

Ich gehe in E. die B. Str. entlang und bin gerade von einer Reise zurück gekommen. Meine Reisetasche habe ich vor einem Schaufenster in einer Art Gully abgelegt. Darin: meine Gitarre, mein Diktaphone und meine Wäsche. Auf der Straße fährt ein dunkelgrüner Ford Fiesta vorbei und ich denke: Das ist doch Herr S. in dem Fiesta, mein ehemaliger Englisch-LK Lehrer. Er dreht in einem Kreisel, hält an und kurbelt die Scheibe runter.
Ich steige zum ihm ins Auto, dort ist allerdings das Lenkrad rechts, also steige ich links ein. Als er losfahren will, versucht jemand seine Fahrertür aufzumachen und auch einzusteigen und ich rate ihm: Fahren sie lieber los. Kurz danach merke ich im Schlaf, dass ich träume, eine Sache, die ich schon lange nicht erlebt habe. Ich denke: bloß nicht aufwachen. Auf der Fahrt erzähle ich ihm, dass es mir leid tut, nicht auf seinen Rat gehört zu haben und Übersetzer geworden zu sein. Ich bedanke mich noch einmal für das Lob, das er mir damals ausgesprochen hatte.
Er setzt mich zuhause ab, ich stehe vor einem riesigen Hochhaus und denke: Wow, es sieht alle so viel schöner aus als in Wirklichkeit.
Ich lauf nach oben in meine Wohnung, dort hängt alles voller Poster und DIN A4 Blättern, die voll beschrieben sind. Ich will alles auf mein Diktaphone sprechen, damit ich mich daran erinnere, was ich geträumt habe, wenn ich aufwache; der Plan lautet wie folgt: mein Griff nach dem Diktaphone im Traum soll zu einem Griff zum Diktaphone im wirklichen Leben führen, und später kann ich mir anhören, was ich im Schlaf darauf gesprochen habe. Ich schaue mir also alles in meinem Zimmer an, spreche in mein Diktaphone und bemerke, dass sich die Dinge, sobald ich sie aufgesprochen habe, verändern. Daten auf Kalendern verändern sich, Bands auf Postern verändern sich usw.
Dann wache ich bald auf, kann mich nur noch an ein Filmposter in meiner Wohnung erinnern: Das mächtige Schwert der Tempelritter.