Archiv

Archiv für den Monat Januar 2006

Die neuen Texte sind eingetroffen, alle noch druckfrisch. Mal sehen, was auf dem 1. Blatt steht… Hm hm hm… „fällt um vor Müdigkeit…“ Moment mal… „ist zutiefst traurig über seine Blogger-Kollegen… fast alle sind Schweine…“ Das kann doch nicht der neue Text sein, der Beitrag den ich heute posten soll! Das kann doch nicht sein! Wo ist denn… mal sehen, was auf dem 2. Blatt steht… „Möchte bei meinen Favoriten aufräumen und sagen: Ach, das brauche ich eigentlich auch überhaupt nicht. Weg damit, weg damit!“ Nein, das werde ich nicht… das akzeptiere ich nicht! Wer schickt mir denn so was?

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Und wenn du mich dann morgen, am Montag, siehst, erschreck dich nicht. Das ist mein normaler Montag.

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Ob ein Wort schön ist oder nicht, entscheide ich nach seiner Form auf der Tastatur.

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Niemand hat den Mut, einen anderen zu töten.

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Grammatik, where have you gone

Heute ist Prüfungstag. Keiner ist aufgeregt. Alle stehen in einer Runde. Die Praktische hilft der dummen Miss Piggy bei der Gurtauswahl: „Vom Anziehen her kann man den hier empfehlen.“ Darauf folgt keine Reaktion. Wie auch. Das wäre eine Integration eines Außenseiters, vom Gefüge der Welt her unmöglich. Drei Mal zieht Miss Piggy ihren Gurt aus und wieder an. Kein einziges Mal macht sie es richtig. Der Pseudoprofi dehnt seine Oberschenkelmuskulatur wie ein Fußballer. Bringt komplett nichts.
Bei der Paarauswahl findet sich die Oberschlaue zu Miss Piggy, warum, weiß ich nicht, einfach aus Gewohnheit und beim 1. Mal wahrscheinlich, weil sie beide in der gleichen Tussi-Liga spielen. Aus diesen Paaren wird erfahrungsgemäß nichts, weil es bei einem Kurs wohl kaum auf Partnerschaft sondern auf praktischen Vorteil ankommt. Dementsprechend dauert es bei Miss Piggy und der Oberschlauen jetzt auch länger. Während die anderen klettern und reden und sich auf die Prüfung vorbereiten, fummeln die noch an ihren Seilen herum. Die Oberschlaue wird endgültig zur Kursstreberin, der Lulatsch macht gerne Smalltalk. Kaugummi alias Pseudoprofi gibt weiter Anweisungen. Der Lehrer hat seine Akten in der Hand und vergisst nur wenige Sekunden nach dem Prüfen, wen er schon geprüft hat und wen nicht. Für den Schluss hat die Oberschlaue natürlich noch etwas organisiert, zwei Flaschen Wein und eine Karte, auf der jeder unterschrieben hat, sogar der Michel-Houellebecq-Loser, der heute den Lehrer wieder mit so geistreichen Fragen wie: „Wie sind denn da so die Arbeitszeiten“, genervt hat.

Am 30. Dezember 1997 fuhr ich mit Pluswit und O. in den Dome. Damals hatten wir einen Stammplatz im Dome, im Tanzraum auf den großen Stufen. Dort saßen wir auch an dem Abend. Meistens saßen wir dort den ganzen Abend über, 4 oder 6 Stunden, bis wir dann nach Hause fuhren. An dem Abend zwischen den Jahren kamen auch irgendwann meine Ex-Freundin, mit der ich ein paar Wochen zuvor Schluss gemacht hatte, und ihre Freundin. Meine Ex saß fast den ganzen Abend neben mir und wir redeten über völlig belanglose Dinge. Nachdem Pluswit schon anfing, die ganzen Leute zu verarschen, er schmiss kleine Holzteile auf sie, wollten wir um 1:30 Uhr fahren. Vorher war ich aber mit meiner Ex nach draußen gegangen, um mit ihr zu reden. Ich wollte mehr wissen und fragte sie, wie es ihr geht. Sie sagte sehr ehrlich, dass es ihr nicht gut ginge und sie nicht mehr viel auf die Reihe bekäme. Ich sagte ihr, dass es bei mir genauso sei und auch, dass ich sie vermisse. Ein bisschen. Wir umarmten uns und sie sagte: „Ich will nicht, dass du fährst.“ Aber bevor ich noch irgendeinen anderen Fehler begehen konnte, wie z.B. sie zu küssen, sagte ich: „Ich fahre jetzt.“
Wir fuhren also nach Hause, und als wir in E. waren, sagte ich, dass ich noch rumfahren wollte. Pluswit und O. wollten auch mit. Als wir dann durch L. gefahren waren, und wieder in E. waren, sagte ich: „Ich fahre jetzt wieder in den Dome. Ich habe keine Lust, schon nach Hause zu fahren.“ Pluswit schlief allerdings schon auf dem Rücksitz und flippte beinahe aus. O. sagte: „Ach, scheiß drauf, ich fahr mit.“ Also setzten wir Pluswit zuhause ab und fuhren in den Dome. Als wir ankamen, war es viertel vor drei. Wir gingen rein und ich sah sofort meine Ex und ihre Freundin. Bei ihrer Freundin merkte ich sofort, dass sie stockbesoffen war, bei meiner Ex merkte ich es erst später. Aber sie war stockbesoffen. Das merkte ich, als sie sich mit G. unterhielt. Der war anscheinend auch noch irgendwann in den Dome gekommen. Ich war dann auch ziemlich sauer auf sie, weil ich es auch schon damals nicht leiden konnte, wenn Frauen sich so komplett abschießen. Sie sagte mir, dass sie auch nüchtern geblieben wäre, wenn sie gewusst hätte, dass ich noch mal wiederkomme.
Irgendwann sagte sie dann, sie wolle jetzt nach Hause trampen. Das hat sie damals ziemlich oft gemacht. Ich wollte das natürlich nicht zulassen und sie nach Hause fahren. Daraufhin lief sie raus und ich ihr hinterher. Sie wollte mich vertreiben und schlug nach mir, aber ich ließ nicht von ihr ab. G. holte seinen Golf, während ich sie weiter überredete und wir setzten sie ins Auto, O. und G. saßen vorne und meine Ex und ich hinten.
Als wir sie zuhause abgesetzt hatten, fuhren wir zu dritt zurück in den Dome und gingen noch mal rein. Da war es halb fünf. Zwanzig nach fünf lag ich in meinem Bett und schlief um sechs Uhr ein.