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Archiv für den Monat September 2006

Gerade eben geträumt, ich hätte einen Artikel für mein Weblog verfasst, der ungefähr so ging: Es gibt einige Bands, die es anscheinend nicht schnallen, dass ihr ewiges STROPHE/REFRAIN Schema langweilig ist, und die noch nicht kapiert haben, dass es so etwas wie eine BRIDGE gibt (und nicht nur „over troubled water“ haha)

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Der absolute Indifferentismus in Jan Delays Album. Gnadenlos zersägt Jan Delay alle Songs auf dem Album mit seiner Stimme. Da braucht man zu der Musik nichts mehr sagen. Dass die Songs auch schon vorher (bevor Herr Delay die Gesangsspur einsingt) vollkommen glattgebügelt keinen mehr interessieren, macht da auch nichts mehr. Völlig überraschungsfreier Mix aus Soul und Funk und was weiß ich, und einmal macht er noch einen auf DIE STERNE. Ich war diesem Machwerk unfreiwillig ausgesetzt, aber irgendwie froh, etwas im Kof abhaken zu können, was durch Medienberichterstattung Interesse geweckt hatte und ich ja auch im Besitz des „Bambule“-Albums bin und so weiter. Es wird eben an jedem Hansfranz festgehalten, der vor x Jahren mal Teil einer Bewegung war, irgendwie.

In der Möglichkeit, mit einem lieben Mädchen in einen Dialog zu treten, nimmt er sich das Recht heraus, sich selbst mit Emotionen anzufüllen, indem er sich in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen. Um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, durchaus aus einer krankhaft bedingten und dadurch bedauernswerten Situation heraus, stellt er sich selbst durch sehr ehrlich wirkende Gedanken der Sorge und des Kümmerns als gefühlvoll und sensibel und mutig dar. Eine Formulierung wie: „Ich hab Angst, dass er dich nicht liebt, weil du ihn liebst“, wirkt da uneigennützig und heroisch. Es wird 1. ein Kompliment ausgesprochen, 2. vermittelt, dass man eine Vorstellung davon hat, wie Liebe funktionieren muss und 3. indirekt darauf hingewiesen, dass man selbst toll ist.