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Archiv für den Monat März 2008

Heute Nacht habe ich von einer Klausur geträumt, die ich bei Herrn H. geschrieben habe. Ich schrieb sie in einem Traum und im Traum bekam ich sie auch zurück. Es war eine 5. Unter der Arbeit stand: „Horor.“

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„T-T-Täschen K-K-Kaffee v-v-vielleicht“, fragt mich der Schaffner, nachdem ich in den Zug der Linie F gesprungen bin. Er hat sein Sakko ausgezogen und trägt nur noch Hemd und Krawatte. „Nein danke“, sage ich und er geht weiter. Kurz darauf kommt die Schaffnerin raus und sagt: „Meine Großmutter wird gleich mal Ihre Fahrkarte sehen wollen, wir haben Sie nämlich jetzt zwei Mal umsteigen sehen.“ Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Ticket für die Linie E 311 auch für die Linie F gilt, auch nach zwei Mal umsteigen. „Ich zeige Ihnen schon mal mein Ticket, dann können Sie mir sagen, ob es gültig ist.“ Die Schaffnerin schaut auf das Ticket, es ist weiß und darauf steht E 311. Sie schüttelt den Kopf. „Da werden Sie Strafe zahlen müssen.“ Ich bleibe recht ruhig, denn wir sind an der nächsten Haltestelle angekommen: „Nein, da steige ich lieber aus.“ Und bevor die Schaffnerin noch etwas sagen kann, bin ich aus dem Zug gesprungen.
Später kommt M. mich überraschend besuchen. Sie hat gerade ihren Führerschein gemacht und wir sitzen in ihrem Kleinwagen, mit dem sie auf dem Parkplatz meines Bruders ein Wendemanöver durchführt. Dabei schiebt sie aus Versehen ein Baustellengerät vom Parkplatz auf die Wiese. Wir freuen uns, dass wir uns wiedersehen und sie klettert vom Fahrer- auf den Beifahrersitz auf meinen Schoß und nimmt mein Gesicht in ihre Hände, sie wird mich gleich küssen.

Heute Nacht habe ich geträumt, falsch abgebogen zu sein und auf Bahnschienen gelandet zu sein und zu wissen, dass der Zug gleich kommt. Orientierungslos war ich heute in meinen Träumen, kam zu spät und hatte kein Geld. Gestern Nacht habe ich geträumt, im Computerspiel Diablo 2 gelandet zu sein und dort durch die sogenannten Stadtportale zu gehen. Allerdings konnte ich nicht aufrecht hineingehen, sondern musste kriechen. Es war ein schönes Gefühl, durch die Stadtportale zu reisen.

Heute Nacht habe ich geträumt, ich hätte auf der Gästeliste eines HipHop-Acts gestanden und warte am Backstage-Eingang darauf, an das Catering heran zu kommen. Anscheinend waren außer mir aber noch Hunderte auf die Gästeliste gesetzt worden, denn vor und hinter mir bildete sich eine ewig lange Schlange von Zuschauern, die auch durch den Hintereingang rein wollten. Später lief ich mit ein paar Anderen durch den Backstage-Bereich der Halle und die Architektur zeichnete sich durch den kühlsten Betonbau aus, den ich je gesehen hatte.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich mit A. und seiner Ex-Freundin J. an der Straße saßen, an der ich sie gestern mit A.s Auto abgesetzt habe. Wir saßen dort an einem Biertisch und sie trank aus zwei Gläsern gleichzeitig, um schneller betrunken zu werden. Daraufhin sagte ich ihr: „Was du dort tust, ist wirklich hässlich. Das macht dich hässlich.“ Sie verteidigte sich dazu irgendwie. Danach träumte ich einen banalen Traum von einer Mobilfunkrechnung, die viel zu hoch war.

Heute Nacht habe ich von der Verbindung zweier Menschen durch eine Buchstabenfolge geträumt. Buchstabenfolge deshalb, weil diese Anordnung von Zeichen als Wort keinen Sinn ergibt: vspsnif.
Dann habe ich von einer Wohnung geträumt, in der ich lebte. Diese Wohnung war sehr groß und hatte viele Zimmer. Allerdings lag sie angrenzend an ein Restaurant, an das auch einer meiner Türen grenzte. Ich konnte durch diese Tür Leute speisen sehen. Es war das nobelste Restaurant, das ich je gesehen habe. In einem meiner Zimmer fand ich Kisten und Ordner voll von Sachen, die ich seit Jahren nicht gesehen habe und die eigentlich auch nur als Gedanken in meinem Kopf existieren. Es waren Bücher, Schriften, Aufzeichnungen von mir, aber auch von meinem Vater. Ich war sehr glücklich all das zu finden, denn ich hatte das Gefühl, endlich Ordnung schaffen zu können.

Heute Nacht hatte ich die seltsamste Verkettung von Orten, die man sich vorstellen konnte. Alle Wohnorte und alle Wohnungen und überhaupt: alle wichtigen Orte meines Lebens mischten sich zusammen und waren in Augenblicken erreichbar. Es war grauenvoll, obwohl ich gestern abend noch mit jemandem sprach und ihr erzählte, dass es schön wäre, genau das zu können: alle wichtigen Orten in Augenblicken erreichen. Also träumte ich, dass ich im Hauptgebäude meiner ehemaligen Schule wohnte. Dieses Hauptgebäude war allerdings riesig und hatte eine lange Theke. An dieser Theke saß ich und wühlte in einer kleinen Kiste herum, in der all meine Spielfiguren aus meiner Kindheit waren. Dann kam meine Mutter in einem Tierkostüm zu mir an die Theke.
Später träumte ich, auf einem Flughafen zu sein und dort jemanden abholen zu wollen. Ich traf stattdessen meinen Halbbruder, den ich im wirklichen Leben noch nie getroffen habe und fing an zu weinen, weil ich so glücklich war, ihn endlich einmal zu treffen. Ich war mit A. auf den Flughafen gefahren und wir hatten uns aber dort getrennt. Dann rief seine Freundin an und fragte, ob sie A. mal sprechen könne. Er hätte ihr einen Zettel hinterlassen, auf dem ein paar Nummern standen, die sie anrufen könne, wenn sie ihn sprechen wolle und meine sei die oberste gewesen. Ich sagte ihr, dass A. gerade nicht bei mir sei und sie fragte mich: warum, ihr seid doch auf dem Stadtfest. Nein, wir sind auf dem Flughafen, sagte ich. Da fing sie an zu weinen und beschuldigte A., sie belogen und hintergangen zu haben.