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Archiv für den Monat Oktober 2008

Sind 50 Jahre eine lange Zeit?
– Nein, ich glaube nicht.

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Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich nach einem Volksfest über den am Morgen verlassenen Platz ging und einen Mann fand, der zwischen Bankreihen über Nacht eingefroren war. Er saß auf einer der Bänke, hatte eine Wollmütze auf, darunter konnte man erkennen, dass er eine Glatze hatte. Er war um die Vierzig und sah wie ein Prolet aus. Er schien mit offenen Augen zu schlafen aber gleichzeitig dem Tode nahe zu sein. Seine Haut war an den meisten Stellen bläulich. Die Aufräumarbeiter kümmerten sich nicht um ihn, also nahm ich mein Mobiltelefon zur Hand und rief den Notruf an. Die reagierten wiederum ausweichend (wie schon bei dem Traum mit dem Feuer im Wald) und sagten mir, ich solle mich um den Mann kümmern. Als ich ihn berührte und etwas nach vorne beugte konnte ich in seinem Nacken faules grünes Fleisch erkennen.
Später träumte ich von der Bücherei meiner Heimatstadt. Dort beschäftigte ich mich nicht mit in der Bücherei befindlichen neuen Ausleih- und Überwachungsmedien wie Infrarotkameras. Später legte ich mich unten in dem Gebäude, in dem die Bücherei untergebracht ist, schlafen und wachte am Morgen beobachtet von mehreren Menschen, die draußen standen auf. Sie schauten durch die Fenster und zeigten auf mich. Nachdem ich heute Nacht erst einmal eine halbe Stunde nach diesen Träumen wach lag, schlief ich wieder ein und träumte, einen Sonnenaufgang mitzuerleben, der niemals stattfand.

Zum ersten Mal träume ich vom Ausland. Zumindest das erste Mal, dass es mir bewusst auffällt. Ich träume, ich bin in San Francisco unter der Golden Gate Bridge. Den ganzen Traum über spüre ich sie über mir. Ich bin gerade in den USA angekommen und muss Geld einwechseln und ein Auto leihen. Meine Begleitung erledigt andere Dinge, sie ist nicht bei mir. Ich laufe nun durch ein Tunnelsystem unter einem der Brückenenden herum und zwar genau hier. Dort wird gebaut und ich finde mich kaum zurecht.
Mein erster Auslandstraum und er findet 1.) in den USA in San Francisco statt und 2.) unter der Golden Gate Bridge mit einem ähnlichen Setting, wie es in „Vertigo“ zu sehen ist.
Heute Nach träume ich dann von einem anderen Setting, dem meines Elternhochhauses muss man es wohl nennen, bzw. der Wiese dahinter. Diese Wiese existiert seit fast 20 Jahren nicht mehr, dort stehen nun mehr Wohnhäuser. Ich liege auf dieser Wiese und werde gerufen, zurück ins Haus, aber in den Keller, wo nun eine Videothek untergebracht ist. Der Einganz zu dieser Videothek ist extrem klein und eng, eigentlich mehr wie eine rechteckige Luke, und ich muss mich hindurchzwängen. Dieses Motiv taucht ebenfalls sehr häufig in meinen Träumen auf. Es herrscht in meinen Träumen nun eine art minimalistische Klarheit, wenig Details, dafür viele Symbole, die offensichtlich Symbole sein wollen.