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Archiv für den Monat Dezember 2008

Top 3 Berlinale-Filme:
1.) There will be Blood
2.) Wild Combination
3.) Kirschblüten – Hanami

Top 3 Seminar-/Vorlesungs-/Vortragstitel:
1.) Vom königlichen Scheinleib zur Biometrie: Politiken der Verdopplung.
2.) ANGST-HASEN. Schwärme als Transformationsungestalten zwischen Angst, Panik und ›Crowd Control‹
3.) Repräsentationen der Mutter

Top 3 Buslinien:
1.) 3a
2.) 3b
3.) 1

Top 3 Busrentner:
1.) Der, der immer taumelt.
2.) Die Omma, die mich zurecht wies.
3.) Der Oppa, der immer am Fenster sitzen will.

Top 3 Bücher:
1.) „Ausfahrt nach Babylon.“ Lorenz Engell
2.) „1001 Alben.“ Robert Dimery (Hrsg.)
3.) Alles von Michel Foucault.

Top 3 Haushaltsunfälle (Wohnzimmer):
1.) Fernseher fällt runter und ist kaputt.
2.) Poster werden aus Versehen abgerissen.
3.) Ich falle runter und tue mir weh.

Top 3 Haushaltsunfälle (Küche):
1.) Essen fällt runter und ist schmutzig.
2.) Essen brennt an.
3.) Alles, was mit dem Mülleimer zu tun hat.

Top 3 Haushaltsunfälle (Bad):
1.) Buch fällt ins Wasser.
2.) Duschstange kracht über mir zusammen.
3.) Abflüsse und was darin verschwindet.

Top 3 Ausflugsziele:
1.) Ostsee
2.) Blofeld
3.) aus dem Haus

Top 3 Alterserscheinungen:
1.) graue Haare
2.) Müdigkeit
3.) Kälteempfinden

Top 3 Alterserscheinungen (symb.):
1.) Wärmfläsche
2.) Körnerkissen
3.) Heizung

Top 3 Wege sich umzubringen:
1.) bei Gewitter in kurzen Hosen einen Berg besteigen
2.) mit Musik auf den Ohren auf der Buslinie stehen
3.) heute aus dem Haus gehen

Top 3 peinlichste Lieblingslieder:
1.) Theater an der Wien „Wie wird man seinen Schatten los?“
2.) Lena Valeitis „Johnny Blue“
3.) Die Ärzte „Junge“

Top 3 klugscheißerische Termini:
1.) Dispositiv
2.) Dasein
3.) Medien

Top 3 Autos, die ich dieses Jahr gefahren bin:
1.) Seat Arosa
2.) Audi A8
3.) VW Golf III

Top 3 Running Gags:
1.) Year, year of the horse.
2.) Die zwei Türme.
3.) Ich hab n Kenianer.

Top 3 tech. Ärgernisse:
1.) Nur lokal.
2.) Nur Notrufe.
3.) Disque aufladen.

In einer der letzten Nächte träumte ich folgendes: Ich fuhr mit A. im Auto zu einem geheimen neuen Kino. Dieses Kino war von der Uni erbaut worden. Wir hielten in einem landschaftlichen Gelände an und stiegen aus. Um zu dem Kino zu gelangen, mussten wir durch eine dunkle Scheune gehen, die vollkommen leer stand. Es war, als hätte man diese Scheune über laubbedeckten Waldboden gebaut. Es war vollkommen dunkel in der Scheune, ich hatte jedoch einen Grubenhelm auf und sagte zu A.: „Gut, dass ich mir diesen Grubenhelm gekauft habe.“ Am Ende der Scheune, gab es eine winzige Öffnung (Eingang oder Ausgang, ich weiß es nicht mehr), durch die wir uns hindurchzwängen mussten, um zum Kino zu kommen. Dann beginnt ein Teil Wiederholungstraum. Ich bin alleine im Kino, nur in der ersten Reihe sitzt C.H. und schläft. Ich gehe zu ihm hin und setze mich neben ihn. Er wacht auf und sagt: „Ach, du bist auch hier. Warte, ich setze dich auf die Gästeliste.“ Nach und nach trudeln Leute ein; das Kino verändert sich mit jeder Bewegung, die ich mache, ja sogar mit jedem Kopfdrehen. Es ist noch lange vor Filmbeginn und ich wechsle andauernd meinen Platz, denn jedes Mal stört mich etwas. Einmal sitzt mein ehemaliger Lehrer P.S. vor mir, und da er sehr groß ist, kann ich die Leinwand nicht mehr sehen. Der Film beginnt, aber ich weiß nicht mehr was dort auf der Leinwand zu sehen ist, aber es gibt nach kurzer Zeit schon wieder eine Pause und ich gehe aus dem Kino nach draußen, um mir die Beine zu vertreten. Draußen treffe ich auf jemanden, der mit mir ein Gespräch beginnt. Es geht um eine Prüfung, die ich abgelegt habe oder noch ablegen soll, und bei der ich schlecht abgeschnitten habe oder bei der ich vermute, schlecht abzuschneiden. Eigentlich geht es irgendwie dabei ums Kino, aber plötzlich geht es auch irgendwie um Kirche und Gottesdienst. Mein Gegenüber hatte angenommen, ich ginge jeden Sonntag in die Kirche, aber als er erfährt, dass ich nur an Heiligabend in die Kirche gehe, sagt er: „Du machst dich zum Hund, dass du nur an Heiligabend in die Kirche gehst.“ Und ich erwidere: „Und du machst dich jede Woche zum Hund.“ Als ich den Traum erinnerte, fiel mir ein, dass diese Sequenz aus einem vorhergehenden Traum in der Nacht entstanden war. Dieser Traum verknüpfte meine alten Schulträume bis 1998 mit der heutigen Zeit, was bis dato noch nie passiert ist. Ich träumte nämlich von der Uni, mit Unifiguren, aber mit den Inhalten aus den alten Schulträumen, sprich: ich komme zu spät, ich belege die falschen Vorlesungen und Seminare, ich kombiniere die Module falsch, ich vergesse Klausurtermine, ich verhaue Prüfungen und bin unvorbereitet.

„Hellin“ heißt die Station, an der ich aussteige, um zu meinem Gymnasium zu kommen, statt dessen lande ich in einer verrauchten Kneipe und Robert DeNiro und Harvey Keitel liefern sich ein tarantinoartiges Gemetzel, mit Schrotgewehr durch den Rücken stoßen, bis es vorne am Bauch wieder herauskommt. Ich stehe dabei, beobachte aber alles eigentlich nur als würde ich im Kino sitzen.

In einer der letzten Nächte habe ich geträumt, dass ich bei dieser Porsche-Familie1 im B.-Ring im Sperrmüll gewühlt habe, als etwas weiter die Straße runter etwas Schreckliches passierte. Ich war an dem Haus der Porsche-Familie vorbeigekommen und hatte gesehen, dass dort ein Haufen alter Sachen lagen, wie beim Sperrmüll. Als ich näher dran war, sah ich aber, dass es eine Art Flohmarkt war und ich fing an, bei den DVDs zu schauen, ob ich dort Indiana Jones-Filme finden würde. Dann schaute ich hoch, weil irgend etwas auf der Straße weiter in Richtung Haus Nr. 16 passierte. Dort stand ein Auto quer auf der Straße und Hunde hielten die Insassen in Schach. Es waren allerdings keine normalen Hunde sondern mutierte, so wie in Resident: Evil. Ich fürchtete, die Hunde würden auch zu dem Haus gelaufen kommen und versteckte mich mit jemand anderem (ich weiß nicht mehr, wer es war) in der Garage der Porsche-Familie. In dieser Garage stand ein Autowrack und verstreut um das Wrack herum lagen Welpen dieser mutierte Resident: Evil-Hunde.
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1 eine Familie, vor deren Haus immer ein Porsche 944 stand.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich in meine ehemalige Stamm-Disco mit einer Stunde Verspätung ankomme, weil irgend etwas mich aufgehalten hat. Ich bin ziemlich geladen und als ein Freund ankommt und mir etwas erzählen will, raste ich aus, fluche herum und beschimpfe ihn. Er sagt darauf: „Jaja, aber ich habe eben die Peinlichste Sache meines Lebens getan.“ – „Was denn“, frage ich ihn und er erzählt, dass er auf Toilette war und sich aus irgendeinem Grund die Klobrille von der -schüssel gelöst hat. Als er damit beschäftigt war sie wieder anzubringen, hörte er, dass Alice In Chains gespielt wurde und lief in den Tanzraum und nahm die Klobrille dabei aus Versehen mit.
Kurz danach stand ich mit Freunden an der Tanzfläche und unterhielt mich, als mir auffiel, dass im Tanzraum Stille herrschte. Nichtsdestotrotz standen auf der Tanzfläche Leute und tanzten. Als ich darüber die Stirn runzelte, erklärte mir einer von meinen Freunden, dass dies der neueste Chart-Hit wäre, der „Nichts“ heißt und der Gag dabei ist, dass man nichts hört. Ich fand das sehr angenehm und dachte: Schön, dann muss ich nicht irgendeine scheiß Musik hören.