Archiv

Archiv für den Monat Januar 2009

Ich stehe vor mir selbst da wie ein kleiner Dummkopf, mit meinen ganzen neu gewonnen An- und Einsichten über Musik, bin aber wieder nur über meine eigenen Füße gestolpert und hab für etwas Neues das Alte rausgeschmissen, vergessen, vor der Türe weggekehrt. Jetzt muss und kann das zurück kommen, nach mehreren Versuchen soll es nun Peter Kersten für mich richten, mit den 12″ „Divided“ und „Miles“.

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Machen wir uns nichts mehr vor, Cut1977 und Kleine Terz stecken in der Krise. Die Blase ist geplatzt. Die Leser sind unglaublich sauer. Sie flippen extrem aus. Alles fing damit an, dass das Internet großzügig Speicherplatz für vollkommen unhaltbare Kategorien und Weblogs anbot – Cut1977 und Kleine Terz nannten das großspurig Affiliates. So konnten sich Auslagerungsweblogs verbreiten und Dinge versprechen, die sie schlussendlich nicht gehalten haben. Jetzt brauchen Cut1977 und Kleine Terz eine kräftige Contentspritze, aber wer im Moment noch Content hat, um ihn zu verspritzen, das liegt im Unklaren. Schon werden die ersten Rufe laut, den verstreuten Content wieder zu konzentrieren, alles unter Psychospaltung zu stellen. Das käme einem Internetkommunismus gleich! Cut1977 und Kleine Terz beschwichtigen, sie würden die Autonomie der großen Auslagerungsweblogs schützen. Mit neuen Contentprogrammen wie der bald startenden Kategorie „Die Geschichte der Songs“ soll den Weblogs auf die Sprünge geholfen werden. Bis auf weiteres können Cut1977 und Kleine Terz also weitermachen.

Mr. Peterman is finally letting me do some real writing. He’s got this bookdeal for his autobiography. He’s gonna let me ghostwrite it.
– Well, that’s great. When it comes out, I’ll have to get someone to ghostread it.

Heute Nacht habe ich von einer seltsamen Dopplung geträumt. Ich lag bei meinem Bruder im Zimmer in der 16 auf dem Sofa, er auf seinem Bett, und wir schauten zusammen fern. Da sprang seine Balkontür auf und mein Bruder machte mich darauf aufmerksam, dass dort jemand an der Tür war und was von mir wollte. Dieser Jemand war aber ebenfalls mein Bruder, der dort in Unterwäsche stand, total verschlafen und sagte: „Komm mal schnell ins Wohnzimmer, Papa will was von dir.“ Mein Bruder hatte mich also auf sich selbst hingewiesen. Ich stand auf und traf im Flur auf meine Mutter, die aus der dunklen Küche in einem Kleid kam, ihr Gesicht war ungewöhnlich aufgedunsen und sie schien verschlafen. Wir sprachen nicht miteinander, ich ging weiter ins Wohnzimmer und sah dort aber meine Mutter auf dem Sofa liegend fern sehen. Ich drehte mich um in Richtung Schlafzimmer und sah dort die Solhouette meines Vaters, wie er sich aus dem Bett erhob.
Danach träumte ich von der Hochzeit eines Freundes. V., der vor knapp zwei Jahren in Polen geheiratet hat, heiratete in unserem ehemaligen Gymnasium. Ich kam zu spät dort an, und zog mir an einem Automaten in der Schule ein Handy, um zu telefonieren. Dort gab es das NOKIA 607, ein in der Traumwelt veraltetes Handy, das ich zu vollkommen überzogenen Gebühren und inklusive Vertragsbindung aus dem Automaten zog. Diese unglaubliche Dummheit wurde mir allerdings erst irgendwann später bewusst. Zuerst musste ich über die ganzen Sofas in der Schule steigen, die dort Rückseite an Rückseite quer über die Gänge gestellt worden waren. Ich konnte die Hochzeitsgesellschaft und die Feierlichkeiten in der Schule einfach nicht auffinden.