Archiv

Archiv für den Monat Mai 2009

„Ich war schon in der Schule ein Profi am Barren“, sage ich zu meiner Begleiterin, aber es ist natürlich als Witz gemeint. Ich versuche aus einer Lücke zwischen Sofarücken und Heizung, die so tief ist wie ein Graben, Kleingeld und USB-Sticks herauszuholen, aber es ist eine fremde Wohnung. Aber als ich in diese Lücke rutsche, ist es wirklich ein Graben, an einer Straße, auf der Autos im Stau stehen. Ein Mann aus einem alten Mercedes, der in meinem Traum wie aus einem alten Film glitzert, versucht, wie ich, an die Sachen auf dieser Wiese heranzukommen und läuft auf einen Fussball zu, um ihn wegzuschießen. Dabei stolpert er und fällt hin.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich wiederum in meinem alten Gymnasium zum Mathematikunterricht bei Herrn S. gehe, oder darauf warte, dass er beginnt. Vorher denke ich jedoch anscheinend, es sei eine gute Idee, auf dem Dach ein Buses mitzufahren, ich habe mein altes blaues Cordjackett dabei an. Als ich merke, dass ich dann ja aber zu spät zum Mathematikunterricht komme, springe ich während der Fahrt vom Dach ab und laufe zurück. In meinem Klassenraum bereitet sich schon alles auf den Unterricht vor und ich sitze ganz hinten mit S. neben mir. Plötzlich sehe ich aus der Ferne meinen Vater mit zwei seiner Brüder auf den Klassenraum zukommen, sie wollen wohl am Unterricht teilnehmen. Sie setzen sich nach ganz hinten vor die Fensterbank und mein Vater bemerkt mich erst gar nicht, obwohl er sich ja sicherlich nicht zufällig diese Klasse ausgesucht hat. Dann beginnt der Unterricht und ich habe anscheinend meine Post in den Klassenraum zugestellt bekommen, denn ich schaue sie mir noch kurz vorher durch. Als Herr S. dann herein kommt, habe ich sogar das Gefühl bei den Hausaufgaben drankommen zu können, denn ich habe sie sogar gemacht. Bevor der Unterricht allerdings beginnen kann, wird der Klassenraum zu so einer Art Marktplatz, auf dem lauter Leute aus verschiedenen Ländern verschiedene Sache anbieten und darum feilschen. Es wird sehr laut im Klassenraum und ein Unterricht ist nicht möglich. Als ich mich nach hinten drehe, und dabei aus Versehen die Jacke einer Marktbesucherin streife, sieht mein Vater mich und lächelt, weil ich so höflich zu der Marktbesucherin bin.

Schade, dass dieses Weblog immer nur den Frust über das Nicht-Schreiben-Können und Blockaden abbekommt, wie hier, und nicht mehr das, was dann doch zwischendurch mal zustande kommt. Das ist dann einzig und allein nur noch fürs Studium vorgesehen. Und Studium und Weblog passen irgendwie nicht zusammen, zumindest nicht direkt. Überhaupt ist diese Direktheit im Weblog schwierig. Das Weblog ist so der kleine Dummi, der nichts weiß, und immer nur Bruchstücke hingeworfen bekommt.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich bei einer Familie zu Gast bin, bei der ich ein wichtiges Treffen von Geschäftsleuten oder Politikern beobachten und protokollieren soll. Ich mache immer wieder Leute aufmerksam, sich nicht auf die Couch zu setzen, die hinter einem Vorhang steht, weil ich von dort aus das Gespräch beobachte. Kurz vor dem Gespräch oder dem Treffen wird mir jedoch klar, dass ich immer noch im Pyjama bin und ich fange an, die Schuld dafür auf Andere zu schieben. Dann kommt es noch zur Auseinandersetzung mit ein paar Jugendlichen, die sich auf das Sofa gesetzt hatten und mit denen ich mich fast schlage. Auf dem Sofa liegt Kleingeld verstreut, bestimmt im Wert von 100 Euro und ein kleines Kind kommt vorbei, um es für sich zu sammeln. Da streite ich mich dann auch noch mit dem Kind, wem jetzt das Kleingeld gehört. Alle reden auf englisch. Der Hausherr fängt an, hinter dem Vorhang Möbel umzustellen und ich habe dort laut Radio laufen. Als er mich darauf anspricht, schiebe ich es wieder auf jemand Anderen. Wir machen noch Witze darüber, dass die nicht noch einen anderen Partysender finden sollen.

x. Geträumt, dass A. zwei Vogelkäfige hatte, in einem waren mehrere Vögel, im anderen war nur ein Wellensittich. Als ich den Wellensittich zu den Anderen steckte, hatten wir Angst, er würde von den Anderen zerhackt werden.

x. Ich fahre in einem alten grauen Polo irgendwohin und treffe T.K., der als Anhalter mitwill und plötzlich setzt er sich ans Steuer und fährt im Rückwärtsgang Vollgas. Irgendwie schafft er es, in voller Fahrt den Wagen zu drehen und vorwärts zu fahren. Er selbst hält das für einen großartigen Stunt, aber ich weise ihn zurecht, dass das jawohl eine unverantwortliche Aktion war. Daraufhin schmollt er.