Archiv

Archiv für den Monat Juli 2009

Heute Nacht habe ich zwei Mal vom Stehlen geträumt. Das erste Mal bin ich in einem alten Mercedes in einen Schreibwarenladen gefahren. Es ist mehr die Schreibwarenabteilung eines großen SB-Warenhauses, aber seltsamerweise liegen alle Produkte hinter der Kasse. Als ich ein wenig verwirrt und planlos umherirre, sagt die junge Verkäuferin: „Haben Sie es denn noch nicht bemerkt? Die Schreibwarenabteilung gibt es nicht mehr. Das ist jetzt alles hier hinter der Kasse. Was möchten Sie denn?“ Offensichtlich interessiere ich mich für die Füller, jedenfalls deute ich auf sie, eigentlich hatte ich nur ein wenig herumschauen wollen. Sie zeigt mir ein paar Füller und ich schaue sie mir an. Später kaufe ich ein paar Sachen, ich weiß nicht mehr, welche es sind, und gehe danach zurück zu meinem Auto, das im Parkhaus steht. Ich habe etwas vergessen, die Tintenpatronen nämlich, und muss noch einmal durchs ganze Warenhaus, um sie zu besorgen. Als ich an der Kasse ankomme, hinter der die Schreibwaren liegen, hat die Verkäuferin Pause, die ganze Abteilung ist verlassen. Auf der Kasse selbst liegen aber noch die Füller und Tintenpatronen, die mir die Verkäuferin vorgeführt hat, sie hat sie noch nicht weggeräumt, und nachdem ich sie mir erst angeschaut habe, stecke ich sie ein, begleitet von einer Welle von Schuldgefühlen einerseits und einem Gefühl, dass es recht so ist andererseits. Schließlich hat man 1. die Abteilung eigentlich irgendwie geschlossen, und 2. hatte ich für die anderen Sachen viel Geld bezahlt.
Im zweiten Traum des Stehlens bin ich Teil einen großen Plans, bei dem viel Geld gestohlen werden soll. Ich verstehe den Plan nicht, kenne nicht all seine Teile, nicht mal im Traum selbst, aber es ist eine komplizierte Sache, bei der ein paar kleinere Handlanger – ich bin einer von ihnen – für die großen Planer/Bosse ein paar Aufgaben durchführen muss. Ein Teil besteht darin, einem reichen Mann zu einer bestimmten Zeit die Zugangskarte für den Bereich irgendeines wichtigen Gebäudes zu entwenden, und für ihn unbemerkt in einem Automaten verschwinden zu lassen. Er soll dann den Code in den Automaten eingeben, so dass man ihn ablesen kann. Auf jeden Fall läuft ein Teil des Plans schief und deswegen funktioniert der Plan auch nicht im Ganzen, wir werden aber nicht gefasst, sondern ich fliehe in einem Flugzeug und lande auf einem großen Platz, nicht in Deutschland, aber da sind Bekannte von mir, mit denen ich dann zum Dome (wann habe ich den Dome eigentlich zum letzten Mal in diesem Weblog erwähnt?) gehe. Dort müssen wir durch einen endlos komplizierten und engen Gang hindurch, um zur Tanzfläche und zum Innenraum überhaupt zu kommen und im Traum denke ich: von diesem Gang werde ich bestimmt mal träumen, ich träume ja immer von so komplizierten Gängen.
Dort treffe ich dann weitere alte Bekannte wieder und meine Ex-Freundin N. stellt mich anderen Leuten vor. Im Traum habe ich den Spitznamen „Koi“.

Gestern Nacht habe ich geträumt, dass L.E. am IKKM eine Vorlesung über „Wind“ hält. Es ging um die Darstellung von Wind und Bewegung im Fernsehen, und er zeigte dazu Computeranimationen, die Wolkenbewegungen darstellen. Ich meldete mich und fragte, ob das mit der Sichtbarmachung eines Lasers, der ja gebündeltes Licht ist, vergleichbar wäre und fragte, ob die Winddarstellungen überhaupt mit Darstellungen von Naturelementen gleichzusetzen sind.

karton

Die Wände.

Wenn man zur Tür hereinkommt, steht man im Flur. Er ist sehr klein, dennoch sind dort drei Wände. Die vierte „Wand“, der Tür gegenüber liegend, ist die verschlossene Tür nach oben, rechts, links die Tür in die Wohnung. Die Wand rechts ist die Garderobe und der Sicherungskasten, die Wand links ist die Tür zum Badezimmer, dort hängt ein Stadtplan von W., daneben an der Wand ein Poster der Eröffnungsvorlesungen des IKKM und an der Rückwand ein überdimensionales Poster des Films „Control“. Kommt man in die Wohnung ist auf der rechten Seite ein Spiegel angebracht, daneben führt eine Tür in die Küche. Dort hängt ein Filmposter von „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robrt Ford“. An der rechten Seite ist eine vertikale Schräge, die die Außenwand der Wendeltreppe nach oben markiert, an ihr hängen drei Poster: unten das Poster für den Mediengang 2006, darüber ein Poster der Vortragsreihe aus der Professur Theorie der bewegten Bilder und darüber ein Poster des 21. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums 2008. Angelehnt an diese Schräge steht „Der Schrei“ von Edvard Munch, eingerahmt, den mir meine Schwester zu Weihnachten 1994 geschenkt hat. Weiter an der rechten Wand, die an die danebenliegende Wohnung angrenzt, hängt ein Poster der Vorlesung „Solange es Menschen gibt“ von Lorenz Engell, gehalten im Rahmen der IKKM-Vorlesungen im Wintersemester letzten Jahres, eingerahmt ist dies von zwei Teilen des Posters der HfM zur Veranstaltungsreihe für Karlheinz Stockhausen. Darunter hängt ein Kalender von Salvador Dalí für dieses Jahr und ein Poster des Sequenzgesprächs #2, in dem Lorenz Engell über „Das magische Bild bei George Meliés“ gesprochen hat. An der Fensterwand hängt eine Pinnwand mit Bildern von The Knife, Built To Spill, Woody Allen, mein Berlinale-Ausweis 2008, weitere Bilder von Will Oldham, Paul Kalkbrenner, Kurt Cobain, The Mars Volta, ein alter Slayer-Aufnäher und ein Plan über noch ausstehende Hausarbeiten. Darüber hängt ein Poster mit dem Cover des Ten-Albums von Pearl Jam, daneben ein Poster für den DVD-Release von „Episode II“ von Star Wars, auf dem Yoda mit einem Lichtschwert steht, daneben ein Poster von „My Private Idaho“, auf dem man River Phoenix auf der Straße entlanggehen sieht, auf der er am Ende des Films umkippt und man ihm die Schuhe klaut, und darunter hängt ein Kunstdruck der Madonna von Edvard Munch. An der Wand gegenüber, die eine Wand des Küchenraums ist, habe ich die gesamte Wand bedeckend eine Straßenkarte von Deutschland angebracht, sie reicht von Hamburg bis Karlsruhe und vom Ruhrgebiet bis Berlin. Am Donnerstagabend dieser Woche werden all diese Dinge zusammengerollt aus der Wohnung gebracht.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich mit A. bei neuen Freunden war, mit denen wir über LOST redeten. Daraufhin machten die beiden einen Spruch, den man nur sagen kann, wenn man die nächste Staffel schon gesehen hat, so etwas in der Art wie: Fuck you and give me all your money and run. Wir waren etnsetzt und schrien: Nein! Wir haben das noch nicht gesehen!
Danach träumte ich, dass es in Russland eine Revolution gegeben hätte und Russland jetzt nicht mehr Russland oder wie früher Sowjetunion oder UdSSR heißt, sondern „U4SSR“.