Archiv

Archiv für den Monat Januar 2010

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich in einer mir fremden Kleinstadt bin, es ist die Zukunft und ich befinde mich in einer Art Ghetto-Viertel (auch wenn die Formulierung vielleicht tautologisch klingt). Ein paar stadtbekannte Kriminelle haben es auf meine Freunde und mich abgesehen, wir haben sie zuvor durch falsches Verhalten beleidigt und jetzt cruisen sie um uns herum. Dann warne ich die Anderen: „Die sind alle gerade links abgebogen!“ Aber die Anderen nehmen mich nicht ernst. Ich laufe weg und fange an zu schweben. Ich fliege durch die Viertel und lächle dabei. Schweben ist so schön, ich traue mich nicht im Traum ins Fliegen überzugehen, denn dann könnte ich zu schnell aufwachen. Also schwebe ich durch die Kleinstadt, sie liegt in der Morgendämmerung, es ist ganz grau und nebelig, aber ich schwebe und das ist so schön. Dann komme ich an ein größeres Gebäude und bleibe dort hinter einer Mauer liegen. Als ich hochschaue, sehe ich, dass das Gebäude von Soldaten bewacht wird, die dort patroullieren. Die dürfen mich nicht sehen, denke ich, sonst bin ich dran, hier darf man sich nicht aufhalten, das ist eine Art Botschaft oder ein anderes wichtiges Staatsgebäude. Als ich das nächste Mal über die Mauer luge, ist das Gebäude zu einer Kirche geworden und ich bin schon mitten in der Kirche und beobachte die Gemeinde. Dort sitzen mein Bruder und meine Schwester, sie sehen aber aus wie in den achtziger Jahren und andere bekannte Gestalten aus dieser Zeit.

Advertisements

Und wieder einmal stosse ich beim einfachen Umherschauen auf die Aufloesung einer Luege, auf den Beweis der Mythenhaftigkeit vergangener Gewissheiten: Wann immer ich mich in einem Gitarrenladen befinde, rege ich mich ueber die kuenstlich abgewetzten Modelle auf, bei denen man die Patina und Verbrauchtheit schon fertig kaufen kann (das tue ich bei Mode uebrigens auch). Und wie ich so auf meine 1994 gekaufte Epiphone Les Paul schaue, merke ich, dass die Farbe dieser meiner Gitarre ja genau dasselbe darstellt. Ein Rot, das von den Raendern in ein Orange in der Mitte verlaeuft. Sunburnt nennt sich das Ganze. Und es soll wohl so aussehen, als haette die Sonne das Rot in der Mitte zu einem Orange ausgebleicht…

Mit meiner Schwester und noch jemandem bin ich in meiner neuen Stadtheimat unterwegs zu meiner Wohnung und wir treffen auf einen wundersüßen Hund, der geradezu grotesk knuffig und kuschelfellig ist. An meiner Wohnung angekommen schaue ich in die Post und habe eine Karte der Firma T.O. bekommen, dass 5 von 6 Gitarren immer noch nicht bezahlt wären. Ich habe keine Gitarren zuhause von der Firma T.O., bekomme aber trotzdem Angst. Auf jeden Fall bin ich dann in meiner neuen Wohnung und es ist ganz schrecklich. Ich fühle mich verfolgt und alleine und gehe mehrmals auf den Flur hinaus, bin manchmal für längere Zeit außerhalb der Wohnung im Flur, und als ich einmal zurück komme, liegt in einem Korb, der beim Fenster steht, SIM-Karten und Unterlagen von O2. Sie sind wohl Teil eines Verkaufskonzeptes bei dem der Kunde seine Karte einem anderen Kunden verkauft. Ich habe aber von keinem anderen Kunden was gekauft. Ich gehe wieder aus meiner Wohnung heraus und durch die Hintertür hinaus. Dort sehe ich einen großen Platz, der an einen Wald grenzt. Auf dem Platz treiben sich ein Haufen zwielichtige Gestalten herum und ich merke, dass dieser Platz der Vorhof zu einer Justizvollzugsanstalt ist. Als ich wieder nach Hause komme, ist dieses Mal jemand in meiner Wohnung, nämlich der SIM-Kartenverkäufer und seine Mutter, die sich bei mir einnisten wollen. Bis ich aufwache, hatte ich es nicht geschafft sie zu vertreiben.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich bei einem Konzert von Blind Guardian als Einziger vor der Bühne stand und das war deswegen so, weil sich Blind Guardian entschieden haben Techno zu machen und der Sänger Hansi Kürsch lang und breit erklärte, was für Lebensumstände und Gründe denn nun dazu geführt haben, dass es so ist.

Mit freundlicher Genehmigung von M.B.

Ich darf mir mein eigenes Büro einrichten, mit lauter Zubehör, aber ich weiß eigentlich gar nicht wie das geht, sollte es aber wissen, und nun suche ich verzweifelt nach A.W., den ich fragen will, aber um mich herum stehen Leute, die erwarten, dass ich für heute Feierabend mache und meine Sachen packe. Dann treffe ich jemanden aus der Impro-Theater-Gruppe „Die S.“ und erkläre ihm ganz kleinlaut, dass wir am Wochenende zur Vorstellung einer anderen Impro-Theater-Gruppe gehen.

Ich bin auf dem Weg zurück, um ein Stativ für eine Fotokamera zu holen, wir wollen alle alle ein Foto für J. machen, dem es im Moment so schlecht geht. Zu dem Treffen waren eigentlich nur vier Leute eingeplant, aber jetzt ist eine Gruppe von über 20 Leuten gekommen, meine Familie und Freunde mit eingerechnet. Als ich mich auf dem Weg befinde, merke ich, dass dies ein Wettlauf um die Zeit ist, warum auch immer, ich muss ziemlich schnell in die Sicherheit eines Hauses gelangen, sonst explodiert eine Bombe. Und wie soll ich dann das Foto machen, es ist doch so wichtig! Ich schaffe es nicht. Die Bombe explodiert und verwandelt alles um mich herum in graubraune Asche. Die Häuser um mich herum sind mit einem Mal zerstört, pulversisiert und ich weiß welche Bombe so etwas anrichtet. Ich höre nur noch ein dumpfes Brummen und Fiepen, aber meine Gedanken sind klar: Das war eine „Daisy Cutter“.