George Lucas verkauft Lucasfilm an Walt Disney – zurecht.

Es stellt sich heraus, dass die Nachricht über den Verkauf von Lucasfilm an Walt Disney durch George Lucas bei mir etwas ganz Anderes auslöst, als ich das in den ersten Sekunden nach dem Lesen dieser Nachricht erwartet hätte. Zuerst war ich erschrocken, aber nur 1 Sekunde lang, weil ich dann schon gemerkt habe, dass dieses Erschrockensein nur Folge eines vorauseilenden Nachplapperns alberner Diskurse war. Der Grund: es war schon spät und ich wollte schlafen gehen, also war ich zu wenig herrschaftsdiskursfreiem Denken fähig. Eigentlich fühlte ich mich nämlich glücklich, weil ich im Prinzip schnell verstanden habe, warum George Lucas das gemacht hat. Nein, eigentlich fühlte ich mich zuerst noch glücklich, weil ich plötzlich das Gefühl hatte, dass mich Star Wars Filme vielleicht mein Leben lang begleiten werden. Aber dass George Lucas seine kulturelle Hinterlassenschaft regeln will und dies über den Verkauf von Lucasfilm an Walt Disney macht, kann ich absolut nachvollziehen – dies ist mein überflüssiger Kommentar, mehr dazu später.

Mein erster Gedanke war, dass ich versuchen werde so wenig wie möglich Kommentare zu dieser Nachricht zu lesen. Weil ich davon ausgehe, dass sie maßgeblich das unqualifizierte Geplärre sein werden, was ich ein paar Beiträge vorher schon bejammert habe. Ich glaube, dass das bei Star Wars ganz schrecklich sein kann. Zu allen anderen unwichtigen Themen werden schon unzählige Kommentare abgegeben, aber zu Star Wars werden sie unendlich sein. Jeder wird etwas dazu zu sagen haben. Reflektierte Antworten kann man da kaum erwarten. Es wird darüber gejammert werden, dass Disney die Filme nur vor die Wand fahren kann, weil sie ja auch schon XYZ vor die Wand gefahren haben. Es wird pietätlose Kommentare dazu geben, dass George Lucas wohl Geld braucht, es wird unwitzige Witze über Jar Jar Binks geben, es wird all das ganze widerliche Widergekäue geben, was jegliches Denken über neue Star Wars Filme nur mit einem undurchdringbaren Mumpf vollwürgt. Ich muss wirklich versuchen das zu vermeiden. Stattdessen werde ich mich auf die Suche nach kleinen feinen wissenschaftlichen Artikeln machen, die meine Freude auf eine siebte Star Wars Episode 2015 nur noch erhöhen.

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