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Archiv für den Monat Januar 2013

Heute Nacht habe ich von The Rapture’s „How deep is your love?“ geträumt. Der Song hat sich tief eingebrannt. Auf jeden Fall bin ich in einer Mischung aus Bielefeld und Espelkamp unterwegs nach dem Feiern. Es ist schon hell. Ich muss eigentlich noch etwas im H&M besorgen, aber der macht erst um 10 Uhr auf. Ich gehe also in Richtung Brandenburger Ring, da komme ich an einer Traube von Leuten vorbei. Anwohner, Partyleichen etc. Auf meinem Player höre ich „How deep is your love?“ und singe es mit. Plötzlich fängt erst einer, dann mehrere Leute an, das Lied mitzusingen. Alle kennen es vom Feiern gehen. Ein ganzer Chor an Menschen singt dann „How deep is your love?“

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Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich bei Verwandten zum Essen eingeladen bin bzw. mich selbst dort eingeladen habe. Vorher kaufe ich an der Tanke eine Stange Zigaretten. Die Stange Zigaretten sieht aus wie ein Schuhkarton. Später fragt mich mein Neffe, ob wir eine rauchen gehen wollen und draußen bemerke ich, dass dieser Schuhkarton gefüllt ist mit lauter Spezialitäten dieser Zigarettenmarke. Da gibt es einen Prosecco der Marke, Marshmellows, Zigarillos, Zigarren, lauter blöden Krams. Bei den piekfeinen Nachbarn meiner Verwandten leihen wir Sektgläser und lassen dann die Korken knallen.

Chris Cornell konnte Kim Thayils Metal-Riffs und -Soli nicht mehr hören, das ist einer der Gründe warum sich Soundgarden auflösten, so geht die Legende. In „Live to Rise“, dem für den Avengers-Film erschienenen Stück gibt es einen Beweis für die Auflösung dieses Problems. Kim Thayils Solo in diesem Song spielt am Ende die Gesangsmelodie mit, Stimme und Solo finden so einzigartig zusammen – das hat es bei Soundgarden bisher nicht gegeben. 

Dieses Jahr feiere ich 10 Jahre Psychospaltung. Es sind noch nicht ganz 10 Jahre, aber eben kam mir so ein Gedanke, den ich loswerden will. Es ist ein Mecker-Gedanke, und es ist ein spießig anmutender Früher-war-alles-besser Gedanke. Aber da ich nicht allzu viel von denen habe, kann ich diesen hier ja mal raushauen: vor 10 Jahren konnte man in Weblogs Ruhe finden. Man klickte im Internet auf 2-3 Links und verweilte dann für längere Zeit bei interessanten Texten, die nicht mehr großartig weiter woanders hin ablenkten. Inzwischen ist alles eine einzige Linkschleife und die kryptischen Tweets mit Retweets, Hashtags und Abkürzungen sind nicht mehr zu lesen, man  muss sie entschlüsseln lernen wie Hieroglyphen. Aber mit Lesen ist eh nicht mehr viel, man muss einfach klicken, bis man müde ist zu dem Punkt zu kommen, an dem man eigentlich mal irgendwo ankommen könnte. Darauf habe ich keine Lust und ich habe das Gefühl, dass man vor 10 Jahren einen Nachmittag lang mit 5 Weblogs verbringen konnte und zufrieden war. Mittellange bis lange Texte, hineinfallen, Internet ausmachen. Keine Chance mehr dafür im Moment.