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Archiv für den Monat Juni 2013

„Als Professor für Ästhetik an der Sorbonne hat Étienne Souriau unseren Blick auf den kreativen Prozess umgekehrt: Eine Statue wird weniger durch den/die Bildhauer/in geschaffen, als dass sie ihn/sie dazu aufruft, zu tun, was das «l’œuvre à faire» — das zu schaffende Werk — verlangt. Souriau ist viel mehr als ein Philosoph der Kunst. Er hat eine außergewöhnliche pluralistische Philosophie der Existenzweisen vorgeschlagen und die Welt mit im Entstehen begriffenen Wesen erfüllt – zerbrechlich, ungewiss, auf unterschiedlichen Stufen der Existenz und immer wert, erhalten zu werden. Fordernde und herausfordernde Objekte, Subjekte, die durch ihre Antwort auf das, wozu Wesen jeder Natur sie aufrufen, größer werden…“

Im Schlaf sind meine Ohren wie ein Ring-Modulator. So heute Nacht geschehen, als ich mich das erste Mal seit langer Zeit wieder aus einem Traum wachgeschrien habe. In der Traumgeschichte selbst verwandelten sich meine Stöhner in perfekte Sinus-Wellen, die zwar nicht besonders melodisch, dafür aber jeder emotionalen Komponente beraubt waren. So ging der Charakter, vor dem ich maßgeblich im Traum Angst hatte und wegen dem ich überhaupt das Stöhnen angefangen hatte aus meinem Blick um der Ursache dieses Geräuschs auf die Spur zu kommen. Dann bin ich aufgewacht.