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Archiv für den Monat Mai 2014

Subversiv ist immer nur das, was sich formal im alltäglichen Gesellschaftsverhalten gegen herrschende Diskurse stellt. Die von der Subversion zu unterminierenden Formationen/Diskurswolken teilen sich in folgende Felder auf: Arbeits- und Jobsituationen (Inhalt, Form, Kollegen, Arbeitsethik, Entlohnung, hierarchische Struktur, AUCH Arbeitslosigkeit etc.), Freizeitgestaltung („Hobbies“, Ausgehverhalten, AUCH Verweigerungshaltungen etc.), Konsumismus (Kaufverhalten in Bezug auf Nahrungsmittel, Genussmittel, materielle Güter aus Gebrauchssituationen (wie z.B. Möbel) und Genusssituationen, AUCH Verweigerungshaltung etc.), Essverhalten/Nahrungsaufnahme (AUCH Veganismus etc.), Familiensituation (Herkunft, Heimat, Tradition, Eltern-/Geschwisterverhältnis, Kommunikationsverhältnisse), Freundeskreis ((Überschneidung mit Freizeitgestaltung) Zeitgestaltung und Auswahl von Freunden, Kommunikationsverhältnisse), Sexualverhalten (Beziehungspartner, Lebenspartner, Beziehungsformen etc.) und Mode (Kleidung, Trends, Frisur, äußeres Erscheinungsbild etc.)

Um die strukturelle Basis der Subversion zu veranschaulichen und zu erklären, wie sich oben genannte Felder formieren, könnte man den Selbstmord als Subversion gegen das „Sein“ darstellen. Der Selbstmord splittet sich dabei problematisch auch als Ergebnis einer krankhaften Depression auf, kann aber als letzte Verweigerung gegen die Summe aller oder Teile von oben genannten Feldern verstanden werden. Die Auslöschung des eigenen psychischen und als physisch wahrgenommenen Systems ist die potenzierte Form subversiven Verhaltens gegen herrschende Diskurse.

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