31knots „Matters from Ashes“

Gestern beim Hören von „Matters from Ashes“ von 31knots fiel mir auf: Wenn Prog-Rock den Pomp im Sound und in der Produktion abstreift, ist es eins der cleversten Genres in der Popmusik. Mit „It was high time to escape“ haben 31knots 2003 ein Lo-Fi Prog-Rock Album aufgenommen, das in der Produktion und im Sound sehr stripped down klingt und deswegen den Hörer in das Prog-Rock Haus hineinbittet. Wenn der klassische Prog-Rock mit Bombast-Produktion wie ultrafetten Gitarren und schmatzigen Bassdrums mit gemasterten Elementen eher wie ein unbetretbarer Palast wirkt, ist „It was high time to escape“ die alte Landhaus-Villa mit Altbaucharme. Dieser verschwurbelte Mist mal wieder nur deswegen, weil ich spontan schreibe und es mir, wie immer, schwerfällt ein paar tolle Argumente schnell raus zu hauen: Die Songstrukturen sind vertrackt, die Melodien sind vertrackt, und doch lassen 31knots immer noch eine Tür mit Melodie und Dramatik offen, mit weichem Gesang und Power-Chord Takten, die einen Kontrast zu frickeliger Elektronik bilden. Diese Mischung macht für mich eins der tollsten Alben der letzten 15 Jahre aus und mit „Matters from Ashes“ sicherlich das beste Lied von dem Album.

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