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Archiv für den Monat März 2017

Ein hoffnungsloser Fall von Hippie-Rock plätschert „Woodstock“ von Matthew’s Southern Comfort vor sich her wie ein Grünen-Parteitag 2016. Trotzdem werde ich den Song nicht los, dafür ist er für sein Genre viel zu gut. One-Hit-Wonder scheißegal, der Song spiegelt wie eine Blaupause Gitarrensounds und Produktion einer Zeit wider, die niemals wiederkommen wird. Dieser Hippie-Rock hat leider das Ziel von Frieden und Liebe nicht zementieren können – Woodstock selbst war schon die Parodie der Friedensbewegung. Stattdessen sind in „Woodstock“ die Sounds dieser Zeit auf ewig festgehalten. Lusche Snares, Steel Pedals so sanft wie Gänseblümchen und ein Gesang so verstrahlt wie Fukushima am ersten Tag. 

At the Drive-In’s „Arcarsenal“ habe ich mal attestiert, mich aus dem Koma ins Leben erwecken zu können. Das war auch hier im Weblog, glaube ich. Ich bin immer noch dieser Meinung, da mich dieser aufgeregte Zappelcore und Mix aus verqueren Melodien, die einzeln gespielt keinen Sinn ergeben würden, immer noch sehr anmacht. Ich halte generell viel von dem Album, da es sehr texturell produziert ist und so komplex aufgebaut, dass es kaum langweilig werden kann. Ich mag auch, dass ich an diesem Album lange arbeiten musste, bis ich es mochte. „Arcarsenal“ wird so schnell nicht vom Smartphone verschwinden.