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Archiv für den Monat April 2017

Ich musste letztens darüber nachdenken, wie viele der Alben, die in meinem Leben für mich maßgeblich waren, eigentlich älter als 20 Jahre sind. Es sind tatsächlich sehr viele. Die Alben der englischen Band Anathema gehören bis einschließlich The Silent Enigma ebenfalls dazu. Ein Song sticht unter allen stark hervor, das ist der sehr atmosphärische Track „Kingdom“ von der Pentecost III EP. Dieser Track verbindet Doom und Post-Rock auf bis dato und seitdem unerreichte Weise. Aus dem Doom stammt das Tempo, die schleppenden herunter gestimmten Gitarren, die Growls von Sänger Darren White, die Metal Riffs und so weiter; aus dem Post-Rock sind die Reverb und Delay Effekte entlehnt, die aber eigentlich auch erst danach noch im Post-Rock auftauchen werden. Für mich persönlich ist dieser Song mit höchsten Emotionen verbunden, die Dynamik, die Breaks, alles ist perfekt arrangiert. Anathema selbst haben sich seitdem stark anders entwickelt und sich auch immer mehr von diesem Sound distanziert. „Kingdom“ bleibt für mich ein Meilenstein der besten im Metal und Rock vorhandenen Elemente.